Luftfilter – die unbestechlichen Türsteher des Reinraums
Hochleistungs-Luftfilter: Eine technische Meisterleistung
In normaler Raumluft tummeln sich mehrere Millionen Partikel – pro Kubikmeter! Eine unvorstellbare Summe. Viele davon sind so winzig klein, dass es unmöglich erscheint, sie aus der Luft herauszufiltern.
Doch die moderne Technik machts möglich. So hat ein Schwebstoff-Filter der leistungsfähigsten Filterklasse U17 einen Abscheidegrad von 99,99999 Prozent und ist damit in der Lage die durchströmende Luft so gut wie vollständig von Partikeln zu reinigen.
Allerdings kommen in Reinräumen meist mehrstufige Filtersysteme zum Einsatz. Die Staffelung der Filterklassen in solchen Systemen reicht in der Regel von Grobfiltern (Pollen, Staub, Fasern) über Feinstaubfilter (Rauchpartikel, Feinstaub) zu Schwebstofffiltern (ultrafeine Partikel wie Bakterien, Keime oder Aerosole).
Zu letzteren zählen die hochwirksamen HEPA (High Efficiency Particulate Air)- und ULPA (Ultra Low Penetration Air)-Filter. Sie sind in der Lage selbst Keime und Partikel im Submikrometerbereich zurückzuhalten – eine technische Meisterleistung!
Ohne Hochleistungsfilter wäre es vollkommen unmöglich, Produkte wie Halbleiter oder Medikamente in großen Mengen unter den erforderlichen reinen Umgebungsbedingungen herzustellen.
Schon gewusst?
Den ersten HEPA-Filter haben übrigens Forscher des Manhattan Projects entwickelt, die sich in den 40er-Jahren eigentlich dem Bau der Atombombe widmeten – quasi als Nebenprodukt.
Veröffentlicht: Januar 2026